Einen Nachruf schreiben, der zu diesem Menschen passt
Ein ganzes Leben muss nicht in einen perfekten Text passen. Beginnen Sie mit ein paar Erinnerungen, ergänzen Sie wichtige Details und lassen Sie die Persönlichkeit sichtbar werden.

Ein leeres Blatt kann überwältigend wirken, wenn Sie über einen geliebten Menschen schreiben möchten. Vielleicht müssen Sie Daten überprüfen und Menschen erwähnen, während sich keine Worte ausreichend anfühlen. Ein Nachruf muss nicht das ganze Leben erzählen. Er darf einfach helfen, den Menschen wiederzuerkennen, an den Sie sich erinnern.
Beginnen Sie mit dem Menschen, dann mit den Einzelheiten
Schreiben Sie zunächst eine kurze Liste. Was hat dieser Mensch gern getan? Was brachte ihn immer zum Lachen? Was fiel Besuchern in seinem Zuhause auf? Ein vertrauter Spruch, ein Lieblingsspaziergang oder eine Gewohnheit am Küchentisch kann ein guter Anfang sein.
Zum Beispiel: „Eleanor hatte am Tisch immer Platz für einen weiteren Gast.“ Von diesem Satz aus können Sie erzählen, wer dort zusammenkam, was sie kochte und weshalb diese Nachmittage so viel bedeuteten.
Wählen Sie einen einfachen Aufbau
Wenn Sie sich etwas Orientierung wünschen, helfen diese vier Teile:
- Stellen Sie den Menschen vor. Nennen Sie den Namen und die Angaben, die Leser wissen sollen.
- Beschreiben Sie das Leben. Wählen Sie einige Beziehungen, Interessen oder wichtige Ereignisse aus.
- Erzählen Sie etwas Persönliches. Eine kleine Geschichte oder ein unverwechselbares Detail lässt die Persönlichkeit aufscheinen.
- Schließen Sie mit eigenen Worten. Beschreiben Sie, wie Sie sich erinnern möchten, oder laden Sie andere ein, ihre Erinnerungen zu ergänzen.
Informationen zur Trauerfeier können Sie getrennt aufführen, damit Besucher sie leicht finden. Die Lebensgeschichte muss keine Veranstaltungsankündigung werden, wenn sich das nicht richtig anfühlt.
Stellen Sie eine konkrete Frage
Verwandten und Freunden fällt eine kleine Frage oft leichter als „Was sollen wir schreiben?“. Fragen Sie etwa: „An welchen gemeinsamen Moment denkst du noch?“ oder „Was hast du von diesem Menschen gelernt?“. Eine kurze Antwort kann zum persönlichsten Satz des Textes werden.
Prüfen Sie Namen, Daten und Verwandtschaftsverhältnisse gemeinsam. Fragen Sie vor der Veröffentlichung einer privaten Geschichte oder fremder Worte, ob die betreffende Person damit einverstanden ist.
Lesen Sie den Text laut vor
So hören Sie, welche Formulierungen natürlich klingen und welche zu förmlich wirken. Verwenden Sie den Namen, mit dem der Mensch tatsächlich angesprochen wurde. Auch ein lustiges oder alltägliches Detail darf bleiben. Es geht darum, die Person wiederzuerkennen, nicht um perfekte Formulierungen.
Lassen Sie Raum für spätere Ergänzungen
Sie können mit wenigen Absätzen beginnen. Auf einer Gedenkseite steht der Nachruf neben Fotografien, einer Zeitleiste und den Erinnerungen anderer Menschen. Er muss die Geschichte nicht allein tragen.
Wenn Sie bereit sind, können Sie eine private Gedenkseite beginnen und nach und nach weiterschreiben. Prüfen Sie die gespeicherte Seite, bevor Sie über die Veröffentlichung entscheiden.